Bismarcks „Blut und Eisen-Politik“

In der Bevölkerung keimte das nationale Bewusstsein auf und sie träumte von einem geeinten großen Deutschen Reich. Bismarcks Kriegs- und Expansionspolitik sorgte für die ersehnte Vormachtstellung Preußens und es gab blutige Kämpfe im Bruderkrieg gegen Österreich. Es entstand ein einheitlicher deutscher Nationalstaat und Bismarck wurde der 1. Kanzler dieses Reiches. Er führte scharfe Gesetze (Sozialistengesetze) ein und verbesserte die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft durch soziale Reformen. Außerdem führte er mit der katholischen Kirche den Kulturkampf. Aber im Dreikaiserjahr wurden Bismarcks Machtbefugnisse eingeschränkt und es kam zum Zerwürfnis mit Kaiser Wilhelm II., woraufhin der „Eiserne Kanzler“ zurücktrat (März 1889).

 

Bismarck und Papst

Quelle: helmutcaspar.de

Karikatur auf die "Sozialisten-gesetze" Bismarcks, aus dem Kladderadatasch, 1878.

Karikatur auf die „Sozialisten-gesetze“ Bismarcks, aus dem Kladderadatasch, 1878.