Bedeutung der Wiedervereinigung

Der Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober ist heute der wohl bedeutendste Feiertag in unserem Land. Er ersetzt den 17. Juni in der BRD und den Tag der Republik in der DDR am 7. Oktober. Der 3. Oktober wurde ausgewählt, da an diesem Tag 1990 aus den zwei deutschen Staaten wieder einer wurde -zumindest „auf dem Papier“. Der 9. November, Tag des Mauerfalls 1989, ist zwar viel bedeutender und behafteter mit Emotionen, wurde jedoch nicht als Feiertag angesetzt, da dieses Datum in der deutsche Geschichte auch negativ belastet ist (z.B. die Reichsprogromnacht 1938).

Am 3. Oktober 1990 wurde die Wiedervereinigung schnell offiziell verkündet, da der ehem. DDR ein politischer und wirtschaftlicher Zusammenbruch drohte. Der Tag der Wiedervereinigung 1990 war eher ein politischer Beschluss und somit für die Menschen nicht so bedeutsam wie der Mauerfall. Trotzdem wird seit 1990 jedes Jahr die Wiedervereinigung gefeiert. Das soll das Einheitsgefühl der Deutschen stärken und daran erinnern, welche Leiden die deutsche Teilung gebracht hat; dass es nie wieder so weit kommen soll. Die „Königsteiner Vereinbarung“ besagt, dass jedes Jahr die feierlichkeiten zur Wiederverinigung in der Landeshauptstadt des Landes, das den Vorsitz im Bundesrat hat, stattfinden. An diesem Fest wird ein Bürgerfest organisiert, das sogenannte „Deutschlandfest“. Auf einer „Ländermeile“ stellen sich Länder und Regierungen vor.

Dieses Jahr, 2015, feiern wir 25 Jahre Wiedervereinigung, letztes Jahr gab es zahlreiche Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls. Diese feierlichkeiten sind wichtig für die Deutschen, Politik und Bürger dürfen nicht aufhören, zu zeigen, was die Wiedervereinigung für unser Land bedeutet. Bis zum 50-jährigen Jubiläum des Mauerfalls wird hoffentlich noch Einiges passieren, die Angleichumng von Ost und West muss weiter vorangehen, sodass Deutschland dann irgendwann „wirklich vereint“ ist.

Deutschland-Flaggen werden am Sonntag (03.10.2010) vor dem Rathaus in Bremen bei den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit verteilt. Bremen ist Gastgeber der Jubiläumsfeiern, weil es zurzeit den Vorsitz im Bundesrat hat. Foto: Friso Gentsch dpa/lni

Deutschland-Flaggen werden am Sonntag (03.10.2010) vor dem Rathaus in Bremen bei den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit verteilt. Bremen ist Gastgeber der Jubiläumsfeiern, weil es zurzeit den Vorsitz im Bundesrat hat. Foto: Friso Gentsch dpa/lni

                                                                                                                                                                                            

Meinungen international zur Wiedervereinigung

Dem Zusammenschluss zu einem einheitlichen Deutschland begegeneten die Allierten zunächst mit Misstrauen, schließlich gewann das Land deutlich an Größe und Wirtschaftsstärke, was vor allem Großbritannien und Frankreich verunsicherte. Es schien unklar, ob die Bundesrepublik weiterhin die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern stärken würde bzw. Mitglied der europäischen Union bleiben wolle. Diese Zweifel räumte Helmut Kohl jedoch mit seiner Rede am 19. Dezember 1989 vor der Ruine der Dresdner Frauenkirche aus. Er gab bekannt, dass eine deutsche Einheit nur in „einem europäischen Haus“  möglich sei. Dieselbe Frage stellte sich auch hinsichtlich der NATO. Würde Deuschland Mitglied bleiben? Auch hier wurde schnell klar, dass die Partnerschaft mit einem so starken Land wie der USA fortbestehen muss.

Quellen: bpb, Themenblätter im Unterricht Nr.83: Meilensteine der Deutschen Einheit; Wikipedia