Wartburgfest 1817

 

Es bildeten sich nationale Bewegungen, so zum Beispiel Burschenschaften und Turnvereine, die einen deutschen Nationalstaat durchzusetzen wollten. Um ihren Zielen Nachdruck zu verleihen, versammelten sich 1817 fünfhundert Studenten und Professoren auf der Wartburg bei Eisenach.

Als Anlass galten das 300. Jubiläum der Reformation und der 4. Jahrestag der Völkerschlacht. Jedoch hatte das Wartburgfest eine politische Absicht, welche sich auch darin äußerte, dass „undeutsche“ und „fürstliche“ Symbole verbrannt wurden. Zudem wurden politische Reden gehalten.

Mit der Ermordung August von Kotzebues durch den Burschenschaftler Carl-Ludwig Sand am 23. März 1819, rechtfertigten  die Absolutisten die Karlsbader Beschlüssen von 1819. Die liberalen und nationalen Bewegungen wurden daraufhin unterdrückt, indem alle Burschenschaften und Turnvereine verboten und alle Schriften zensiert wurden.

Geschichte / Deutschland / 19. Jh. / Friedrich Wilhelm III.  / Politischer Umbruch / Wartburgfest 1817

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– https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/Wartburg_demonstration_1817.jpg

Autoren: Carolin Kästner, Leoni Hampel