Aufstieg Hitlers

Anfang 1919 wurde die antisemitische Deutsche Arbeiterpartei (DAP) gegründet, die sich jedoch schon ein Jahr später in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannte. Adolf Hitler, der Propagandaleiter dieser Partei war, verkündete schon Anfang 1920 in München das Parteiprogramm, in dem  die Forderungen nach Aufhebung des Versailler Vertrags und Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft für Juden proklamiert wurden.

1920s propaganda poster

Propaganda für die NSDAP; Quelle: johndenugent

 

Daraufhin wurde 1923 die NSDAP in fast alles Regionen in der Republik verboten. Dennoch nutzten die Parteianhänger und Adolf Hitler jede Möglichkeit, ihre Ideologie zu verbreiten, wie zum Beispiel auf dem 13. Turnfest im Juli 1923 in München. Am 11. November 1923 wurde Hitler auf Grund seines „Marsches auf Berlin“ verhaftet. Anfang 1924 begann der Hochverratsprozess gegen ihn, Erich Ludendorff und weitere am “ Hitler-Putsch“ vom 8./9. November 1923 beteiligte Personen in München. Die Staatsanwaltschaft beantragte acht Jahre Festungshaft für Hitler wegen Hochverrats. Hitler nutzte den Prozess als Forum für seine antirepublikanische Agitation. Als einziger der Angeklagten bekannte er sich offen zum beabsichtigten Regierungsumsturz, was ihm im völkisch-antisemitischen Milieu wachsende Anerkennung eintrug. Entgegen aller Erwartungen verkündete das Münchner Volksgericht milde Urteile: Hitler und drei weitere Angeklagte wurden zu einer Mindeststrafe von je fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Ludendorff wurde sogar freigesprochen. Jedoch wurden auch diese milden Strafen durch vorzeitige Entlassungen abgekürzt und sogar das Verbot der NSDAP wurde wieder aufgehoben. Der erster Teil von Hitlers Schrift „Mein Kampf“ wurde am 18. 7.1925 im Münchener Franz-Eher-Verlag veröffentlicht als Produkt seiner Inhaftierung.

 

 

 

 

Bei den Reichstagswahlen 1930 steigerte die NSDAP ihre Mandatszahl auf über 100 Sitze, womit ihnen der Durchbruch gelungen war. Sie profitierte von der allgemeinen Wirtschaftskrise und der gestiegenen Wahlbeteiligung. Die hohe Arbeitslosigkeit, die geringe Sicherheit und das Angewiesensein auf die Wohlfahrt hatten wirtschaftliche und psychologische Folgen, die eine allgemeine Katastrofenstimmung und Unzufriedenheit mit der Republik erzeugte und den radikalen Parteien (wie der NSDAP) Zulauf brachten.

1932 kandidierte Hitler für die Reichspräsidentenwahl. Beim ersten Wahlgang konnte jedoch keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Der zweite Wahlgang brachte die Entscheidung: der bereits amtierende Reichspräsident Hindenburg gewann mit 53 Prozent der Stimmen. Hitler kommt auf 36,8 Prozent. Bereits zu dieser Zeit fürchtete Hindenburg eine Diktatur Hitlers, da er weiterhin die alleinige Entscheidungsgewalt für sich selbst verlangt.

Wie bereits im Ende der Weimarer Republik erwähnt, kommt Hitler schließlich doch an die Macht und zwar als er am 30. Januar von Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt wurde. Dieser Tag gilt bis heute als Ende der Republik und als Beginn der Diktatur, da Hitler mit der Notverordnung die Menschen- und Bürgerrechte einschränkte.

Wie man sehen kann, begann Hitler keineswegs erst im Dritten Reich zu wirken. Sein Aufstieg verlief die ganze Zeit der Republik hindurch und wurde unterstützt von Krisen, Arbeitslosigkeit, Unruhen, Unzufriedenheit mit der Regierung und Inakzeptanz des Versailler Vertrags.

 

Mit dieser allen bekannten Ente präsentierten die USA in Form von Gegenpropaganda die schlechten Lebensumstände und den millitärischen Drill im Dritten Reich.

 

 

Propaganda der USA gegen Hitler; Quelle: Youtube