Ende der Weimarer Republik

Durch die steigende Massenarbeitslosigkeit, die Kriegsschäden und die hohen Reparationszahlungen war die Stimmung des Volkes in der Weimarer Republik auch 1930 immer noch gedrückt. Um die Arbeitslosigkeit zu stoppen, wurde in der Reichsregierung über Koalitionen verhandelt, doch die SPD wollte keinem Kompromiss zustimmen. Am 30. März ernannte der Reichspräsident Paul von Hindenburg Heinrich Brüning zum neuen Reichskanzler. Dies ging als der ,,Bruch der Großen Koalition“ in die Geschichte ein, der von der SPD sehr begrüßt wurde. Die Regierung unter dem neuen Reichskanzler wollte nun ohne und gegen das Parlament arbeiten, weshalb sie sich auf die Notverordnung Artikel 48 WV und auf die Reichstagsauflösung Artikel 25 WV stützte.

 

Heinrich-Bruning

Heinrich Brüning als neuer Reichskanzler; Quelle: skepticism

 

 

Auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit und dem Misstrauen im Volk, das durch den Bruch der Großen Koalition geweckt wurde, wurden immer mehr Menschen zu Befürwortern der NSDAP. Bei den Reichstagswahlen in den Jahren von 1930 bis 1932 erlangte die NSDAP immer mehr Wahlstimmen und war im Juli 1932 schließlich die stärkste Partei. Die zweitstärkste Partei wurde die KPD, die sich – wie auch die NSDAP- gegen die Demokratie richtete. Damit begannen Saal- und Straßenschlachten der Nationalsizialisten und Kommunisten gegen die Demokraten. Der Vorsitzende der NSDAP Adolf Hitler versprach dem Volk ,,Heilung“ und ein ,,Drittes Reich“. Da sich nun der größte Teil der Bevölkerung der Republik den beiden extremen Parteien angeschlossen hatte, konntensich  die demokratischen Parteien nicht mehr behaupten. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Paul von Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt.

 

Paul-von-Hindenburg

der neue Reichskanzler Adolf Hitler und der Reichspräsident Paul von Hindenburg; Quelle: prezi

 

 

Der Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler markiert das Ende der Weimarer Republik und der Demokratie. In den darauffolgenden Wochen machte sich Hitler die Notverordnung Artikel 48 WV zu Nutzen um die Rechte des Volkes so einzuschränken und zu verändern, wie er sie in seinem ,,Dritten Reich“ haben wollte. Ein großes Defizit, das sehr zum Untergang der Weimarer Republik beitrug, war also die Notverordnung Artikel 48 WV.