Rolle Konrad Adenauers

 

 Konrad Hermann Joseph Adenauer

 

  • http://www.kas.de/wf/doc/kas_3063-1290-1-30_90.jpg?090522100222* 5. Januar 1876 in Köln; † 19. April 1967 in Rhöndorf
  • 1917-33 Oberbürgermeister von Köln
  • ab 1918 gehört er auf Lebenszeit dem preußischem Herrenhaus an
  • Jurist und Angehöriger der katholischen Zentrumspartei während des Kaiserreiches und der Weimaer Republik
  • Oktober 1923: Konferenz zwischen Vertretern des von französischen Truppen besetzten Ruhrgebiets und der Reichsregierung → Adenauer plädierte für Loslösung der Rheinlande vom Deutschen Reich und Verhandlungen mit Frankreich
  • Februar 1933: Adenauer weigerte sich, Reichskanzler Adolf Hitler zu empfangen, und ließ Hakenkreuzfahnen entfernen
  • zur Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Ämter enthoben und war zeitweise inhaftiert
  • 1949-63 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschlands
  • 1951-55 erster Bundesminister des Auswärtigen (Außenminister)

 

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  • 1955 Moskaureise: Herstellung offizieller diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion → Heimkehr zahlreicher deutscher Kriegsgefangener aus der UdSSR
  • Mitbegründer der CDU und 1950-66 Parteivorsitzender
  • 1963 Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichnen in Paris den Vertrag über deutsch-französische Zusammenarbeit
  • setzte sich für Bonn als Bundeshauptstadt ein
  • stand für eine Politik der Westbindung und der Europäischen Einigung und eine aktive Rolle der Bundesrepublik in der NATO
  • fokussierte wirtschaftspolitisch das System der Sozialen Marktwirtschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adenauer vs. Merkel

Konrad Adenauer und Angela Merkel sind nicht nur als Bundeskanzler bekannt. Vielmehr gelten sie als die wohl wichtigsten Vertreter der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU).
Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949, fand am 14. August 1949 die Wahl zum ersten Deutschen Bundestag statt. Obwohl im Grundgesetz der BRD von „Einheit und Freiheit des gesamten deutschen Volkes“ die Rede war, wurde die Wahl nur in der BRD durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Vereinigung der beiden Teile Deutschlands -in Form von einer gemeinsamen Wahl- bestimmt möglich gewesen, aber aufgrund des Konfliktes zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion wurde dies nicht realisiert.11-Bundestagswahl-1949_2
Bei der Bundestagswahl wurden die Unionsparteien (CDU/CSU) mit 31% die stärkste Fraktion. Das Wahlplakat zeigt, dass die CDU schon an einer Zusammenarbeit (bzw. Wiedervereinigung) der beiden Teile Deutschlands interessiert war. Allerdings kann dies auch nur eine Strategie zum Anwerben von Wählern gewesen sein, denn erst 1989 konnte dieses Ziel erreicht werden.
Einen Monat nach der Bundestagswahl wurde Konrad Adenauer, früherer Oberbürgermeister von Köln, mit einer Stimme Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik gewählt. Dieses Amt führte er bis 1963 aus; seine Amtsperiode wird als die „Ära Adenauers“ bezeichnet.
Adenauer war sich seiner Stellung als Bundeskanzler bewusst: er prägte Pressekonferenzen und war auch bei der Außenpolitik dominant. Ihm lag viel an der Freiheit und Unabhängigkeit der BRD, was ihn bei den Bürgern beliebt machte. Jedoch konnte er für die Einheit Deutschlands nach der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik am 7. Oktober 1949 nicht mehr viel tun. Die DDR war im Sog der Sowjetunion.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später wurde Angela Merkel am 22. November 2005 zur ersten deutschen Bundeskanzlerin gewählt. Seit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1989, versuchten die beiden Teile zu einer Einheit zu werden, denn die ehemaligen DDR-Bürger sahen sich im Schatten der BRD.
Merkel muss dafür sorgen, die Einheit stabil zu halten und die noch bestehenden Ungleichheiten zwischen Ost und West zu minimieren. Die Freiheit und Gleichheit der Bürger ist durch das Grundgesetz geregelt, aber hängt auch von den Entscheidungen der Politiker –vor allem des Bundestages- ab.Projekt1

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Bildquellen:

http://www.kas.de/wf/de/71.7052/

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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/CDU_Wahlkampfplakat_-_kaspl001.JPG

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