1871

Am 18. Januar 1871 wurde der König von Preußen Wilhelm I. zum Kaiser des Deutschen Reiches gekrönt. Damit entstand während des Deutsch-Französischen Krieges (von 1870-71) im Spiegelsaal von Versailles an Erinnerung der Krönung des ersten preußischen Königs 1701 der erste deutsche Nationalstaat. Deutschland wollte dort den Triumph über Frankreich demonstrieren, an dem 22 deutsche Fürsten und die Vertreter der drei freien Reichsstädte (Hamburg, Bremen, Lübeck) teilnahmen. Bismarck, der nach seinem Leitspruch mit „Eisen und Blut“ die Reichseinigungskriege führte, wurde Reichskanzler. Die Voraussetzungen für die Reichseinigung bildeten die Revolution von 1848/49, die Reichseinigungskriege (1864 gegen Dänemark, 1866 gegen Österreich und 1870/71 gegen Frankreich) und die Gründung des Norddeutschen Bundes 1866/67. Am 16. April 1871 trat die Reichsverfassung in Kraft (konstitutionell-monarchischer Bund) und der Reichstag bildete das Parlament. Die ersten Wahlen dominierten die Nationalliberalen. Doch war mit dieser Verfassung eine Einheit und Freiheit in Deutschland geschaffen?

 

 

 

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Quelle: bpb.de

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